WIR MÜSSEN HIER RAUS!


Während du das hier liest, verbringen Menschen in Deutschland durchschnittlich fast zwei Stunden täglich in sozialen Netzwerken. Das sind 30 Tage pro Jahr – einen ganzen Monat unseres Lebens schenken wir Unternehmen, deren Geschäftsmodell darauf basiert, uns an sie zu fesseln und unsere Daten zu verkaufen.

Aber es geht hierbei nicht nur um verlorene Zeit. Es geht um unsere Demokratie, unsere psychische Gesund­heit und letztlich um die Frage: Wer kon­trolliert eigentlich unsere digitale Zukunft?

Die sozialen Medien, wie wir sie jetzt erleben, sind zu Brandbeschleunigern für Hass und Hetze geworden. Algorithmen belohnen extreme Inhalte, weil sie mehr Engagement erzeugen. Ein hasserfüllter Kommentar bekommt mehr Reaktionen als ein differenzierter Beitrag. Eine Verschwörungstheorie verbreitet sich schneller als fundierte Fakten.
Die Folgen sehen wir täglich: Menschen werden im Netz bedroht, beleidigt und ausgegrenzt – besonders Frauen, People of Color und queere Menschen. Studien zeigen, dass Depressionen und Angstzustände bei Jugendlichen mit intensiver Social-Media-Nutzung zunehmen. Und politisch erleben wir eine zunehmende Polarisierung, die unsere Gesellschaft spaltet.

Und die Regeln in dieser digitalen Welt machen eine Handvoll Tech-Milliardäre in Kalifornien. Männer wie Mark Zuckerberg oder Elon Musk entscheiden, welche Inhalte wir sehen, welche Diskussionen geführt werden und wer eine Stimme bekommt. Ohne demokratische Legitimation. Ohne Rechenschaftspflicht. Ohne Verantwortung für die gesellschaftlichen Folgen.

Das ist nicht die Welt, in der wir leben wollen: Eine Welt, in der eine Handvoll Tech-Bros die Regeln machen und wir alle die Konsequenzen tragen.
Wir brauchen keine digitalen Käfige, sondern digitale Freiheit. Wir brauchen keine Algorithmen, die uns gegeneinander aufhetzen, sondern Plattformen, die uns zusammenbringen. Wir brauchen keine Monopole, sondern Vielfalt.

Die gute Nachricht ist: Es gibt Alternativen. Dezentrale soziale Netzwerke (wie z.B. Mastodon) zeigen, dass es auch ohne Überwachungskapitalismus geht. Plattformen in öffentlicher oder genossenschaftlicher Hand könnten dem Gemeinwohl dienen statt Aktionären.
Und ja, manchmal ist der beste Social-Media-Kanal vielleicht gar keiner – sondern ein persönliches Gespräch, ein Verein oder eine Bürgerini­tiative.

Wir wünschen uns mehr Regulierung, die die Macht der Tech-Konzerne begrenzt. Wir müssen Plattformen in die Verantwortung nehmen, wenn sie Hass und Hetze verbreiten. Wir brauchen Transparenz bei Algorithmen und echte Wahlfreiheit für die Nutzerinnen und Nutzer.

Aber Regulierung allein reicht nicht. Wir müssen auch selbst handeln. Jede und jeder von uns kann entscheiden, welche digitalen Räume wir mit unserer Aufmerksamkeit belohnen. Wir können bewusster konsumieren, kritischer hinterfragen und mutig Alternativen ausprobieren.

Wir stellen uns ein soziales Netzwerk vor, in dem nicht Wut und Empörung, sondern Respekt und Dialog im Mittelpunkt stehen. Ein Netzwerk, in dem Technologie uns verbindet, statt uns zu spalten.
Das ist möglich, aber es entsteht nicht von selbst. Es entsteht, wenn wir gemeinsam aufstehen und sagen: Unsere Aufmerksamkeit, unsere Daten, unsere Demokratie sind zu wertvoll, um sie den Tech-Monopolen zu überlassen.

Deshalb laden wir auch dazu ein, die eigene Social-Media-Nutzung zu hinterfragen und womöglich Alternativen auszuprobieren. Und ja, vielleicht gehst du sogar auch den Schritt, den wir jetzt gehen – den Ausstieg aus Plattformen, die unserer Gesellschaft schaden.
Gemeinsam können wir digitale Räume schaffen, die unseren Werten entsprechen. Gemeinsam können wir die Kontrolle zurückgewinnen. Gemeinsam können wir eine digitale Zukunft gestalten, die nicht von Profit und Polarisierung, sondern von Teilhabe und Zusammenhalt geprägt ist.


Wir wollen wieder andere Wege der Begegnung, Mitteilung, Information und sozialer Vernetzung suche. Und dafür werben, gleiches zu tun.

Wir schreiben wieder. Zum Beispiel einen Newsletter. Den versenden wir regelmäßig an alle, die ihn bekommen möchten. 
Sende dazu einfach eine SMS mit SZENIALE26 an 0177 1783080.  

Danke.